Seiten

Sonntag, 11. November 2012

Regen

Es regnet, sie friert. Jeder einzelne Tropfen lässt ihren Körper erzittern. Tropfen auf der nackten noch warmen Haut. Ihre Jacke hat sie schon lange aus, warum weiß sie nicht, es fühlt sich besser an. Der Schal schmeichelt ihren Hals. Doch ihre Arme sind übersät von Gänsehaut. Sie nimmt den Schal ab und legt ihn um ihre Schultern, der Regen wird immer mehr. Sie zittert, schon bald ist der Schal nass. Eine kalte Brise weht. Sie steht im Lichtkegel einer Laterne. Ein weißes Shirt und eine Hose, mehr trägt sie nicht. Man sieht ihren schwarzen BH durchscheinen. Blaue Lippen in dem zarten weißen Gesicht. Sie rutscht aus, fällt und kann sich nicht mehr rühren. Sie liegt da ganz allein und tot.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen